Filterbubble

Das Video “Beware Online: filterbubbles” von Eli Pariser über TEDTalks war – sichtbar durch die angeregte Diskussion – für die ganze Gruppe und auch mich bewegend und öffnete uns die Augen. Ich wusste bis dato zwar über persönliche Suchergebnisse auf Google und anderen Suchmaschinen Bescheid, dass dies jedoch auch mittlerweile auf Facebook passiert, war neu für mich und schockierte mich. Vor allem, dass man diesen Filter nicht direkt beeinflussen und ändern kann, finde ich, mit Verlaub gesagt, eine bodenlose Frechheit. Auf dies deutete Eli Pariser in seinem Vortrag auch hin, mit Beispielen seines eigenen Facebook-News-Feed, in dem er Beiträge von Freunden, mit denen er (laut Facebook) weniger gemeinsame Interessen hat, weniger Kontakt mit ihnen hat und auf weniger Links, die von diesen Freunden gepostet wurden, klickt, einfach nicht mehr auf seiner Facebook-Seite sieht, da sie von Facebook ohne Anmerkung rausgefiltert werden.

Wenn ich von mir persönlich ausgehe, trifft diese Logik von Facebook nicht wirklich zu, da ich auch – und teilweise sogar vermehrt – auf Links, Fotos, Beiträge und Ähnliches klicke, die nicht meinen Einstellungen entsprechen, um eben genau diesen anderen Sichtpunkt zu erfahren und gegebenenfalls auch kritisch zu reflektieren. Meiner Meinung nach geht Facebook hier eindeutig einige Schritte zu weit, da wir alle mündige Personen sind, die selbst entscheiden können, ob sie Beiträge mit anderen Meinungen “verkraften” können. Wenn ich die Meinungen oder Einstellungen einer Person nicht vertrete und auch nichts über diese andere Sicht erfahren möchte, bleibt mir als Facebook-User immer noch die Möglichkeit, diese Person nicht als Freund hinzuzufügen bzw. wieder zu löschen, zu blockieren, ein Abonnent abmelden oder einfach die Beiträge eines Freundes im eigenen Newsfeed zu verbergen. Facebook verringert durch diese Filterbubble mögliche interessante Diskussionen und Meinungsaustausch, alles wird einfach gleichgesetzt, man bekommt somit als User das Gefühl vermittelt, dass die eigenen Meinung und Einstellung die richtige sei, da ja alle anderen User allem Anschein nach die selbe Meinung vertreten.

Ich hoffe, dass diese Filterbubbles (nicht nur auf Facebook, auch auf anderen Sozialen Netzwerken und auch Suchmaschinen) bald Hauptthema einer internationalen Kritikwelle wird, damit mehr User auf diese versteckten Tätigkeiten von Facebook aufmerksam gemacht werden, und um Facebook und andere Seiten solche Filter verbieten zu können.

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Von der ersten Einheit der UE-PR bleiben mir vorallem zwei Dinge sehr positiv in Erinnerung:

1. Twitter-Einführung: Nach der Einführung in die Übung bekamen wir einen kleinen Twitter-Crash-Kurs von fünf unserer StudienkollegInnen, die sich als Twitter-User bekannten. Es war spannend zu beobachten, wie sich die neuen Twitter-User unter uns sofort dafür begeisterten und eifrig drauflos twitterten, unter dem Hashtag dieser Einheit: #prsmlv. Ich selbst hatte zwar schon einen Twitter-Account, aber habe diesen eigentlich nicht benutzt, und war froh über die detailierte Einführung, vor allem die Erläuterung über die verschiedenen Zeichen wie .@ war sehr hilfreich, was mir davor völlig unbekannt war.

2. “Willkommen im Rattenkäfig” von Martin Ötting: Meiner Meinung nach war dies einer der besten bildlichen Darstellungen einer Theorie und sehr leicht verständlich. Seit dem Video betrachtet ich Social-Networking-Kommunikation aus einer neuen Perpektive, und ich denke, dass es vielen meiner KollegInnen ähnlich dabei erging. Diese Erklärung durch Ratten und wie man selbst im Rattenkäfig ist, eröffnet bestimmt vielen eine neue Sichtweise auf moderne Online-Kommunikation von Unternehmen und Organisationen.

Weitere Programmpunkte der PR-Lehrveranstaltung waren:

– Privatsphäre im Web: Zu Beginn der Unterrichtseinheit verweiste Herr Pick auf den angeblichen Persönlichkeitsschutz auf Facebook und im restlichen Internet, indem er anhand von Name und Geburtsdatum einiger anwesender StudentInnen viele persönliche Eigenschaftendurch kurze Internetrecherche herausfinden konnte, wie etwa letzte Urlaubsziele, Arbeitsplatz, ehemalige Wohnorte. Dies erschreckte wohl die meisten von uns, und machte uns ein weiteres Mal darauf aufmerksam, wie wenig wir uns im Klaren darüber sind, was man alles über einen persönlich entdeckt, wenn man nur seinen eigenen Namen in der Suchmaschine Google eintippt.

– Wiederholen von: Kommunikationstheorien, vor allem im Bereich Werbung; Besprechen von wichtigen Punkten für das richtige Planen und Durchführen einer Kampagne, wie etwa die SMART-Regel oder die ICE-Theorie. Ich denke, dass dieses Auffrischen unseres verstaubten Wissens sehr hilfreich war, da ich gewiss nicht die einzige war, die sich nicht mehr an die genau Aufschlüsselung der Akronyme erinnern konnte.

 

Im gesamten war ich sehr positiv überrascht von dieser Lehrveranstaltung, da die sechs Stunden sehr schnell vergingen, wir viele neue Informationen und Tips bekamen und das Ganze sehr abwechslungsreich gestaltet war, vorallem durch die ständige online-Kommunikation zwischen allen Anwesenden via Twitter.

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